Ride Wild West
Unsere Fahrrad-Reise von New York nach Seattle

 


08. Juni 2018, 17:37

Do. 7.6. - 39. Tag: Rapid City

New Underwood, SD nach Rapid City, SD: 41 km

Heute stand nur die kurze Fahrt nach Rapid City an. Wir sind sofort auf den Hwy 1614 gefahren, der parallel zur I-90 verlief. Der Verkehr war ruhig, das Wetter schön und die Strecke wie immer hügelig. Dabei haben wir auch einer Schildkröte mit unseren Fotoversuchen das Leben gerettet. Genervt ist das Tierchen statt weiter auf die Straße wieder ins Gras gerannt.
Kurz vor Rapid City haben wir uns im Visitor Center über die Gegend informiert und sind dann im Außenbezirk in einem Einkaufsviertel eine Kleinigkeit essen gegangen. Außerdem waren wir in einem Sportgeschäft, weil Norbert noch eine Ersatz-Jacke oder Weste benötigte. Aber es war nichts zu finden.
Dann sind wir in die Stadt zu unserem Hotel gefahren. Aber das Office war bis zum Beginn der Check-In-Zeit um 3 Uhr nicht besetzt. So sind wir ins nahe Zentrum gefahren. Rapid City ist eine belebte, schöne Stadt und hat im Gegensatz zu vielen anderen Städten, die wir bis dahin gesehen haben, ein Zentrum mit kleinen Geschäften, Restaurants und Bronzestatuen aller Präsidenten an den Kreuzungen. Das ist eine tolle Idee und das Schlendern durch die Straßen wird dadurch noch unterhaltsamer. Wir wollten aber noch Bike-Shops aufsuchen, um nach einer Jacke zu gucken. Auf einmal wurden wir auf deutsch angesprochen: Stephan aus Bremen, der alleine mit seinem Motorrad ½ Jahr durch die USA und Canada fährt. Er ist im Osten in Canada in Halifax, Nova Scotia losgefahren und wollte bis nach Alaska hoch. Er wohnt zufällig im gleichen Motel wie wir (Town House Motel). Wir haben uns für den Abend in der Firehouse Brewery auf Bier verabredet.
Im Anschluss sind wir in ein mexikanisches Restaurant gegangen und haben Salate gegessen. Als wir bezahlen wollten, sagte die Bedienung, dass wir nichts zu bezahlen hätten. Die beiden Frauen am Nebentisch, die aber schon gegangen sind, hätten unsere Rechnung übernommen. Was war das denn schon wieder? Wir haben kein Wort mit den Beiden gesprochen und dann das! Es war einfach unglaublich!
Vielleicht lag es an unseren New York-Seattle-Shirts. Auf jeden Fall war das unfassbar nett.

Abends war ein Straßenfest in Rapid City mit verschiedenen Musikbands und Streetfood. Das haben wir natürlich besucht. Die Band spielte rockige Country Musik und das Bier war kalt und lecker. Gegen 8 haben wir uns mit Stephan in der Firehouse Brewery getroffen und einen sehr schönen Abend verbracht. Wir haben unsere Pläne und Erfahrungen ausgetauscht und festgestellt, dass wir Ähnliches erlebt haben. Stephan will am nächsten Tag in die Badlands fahren, vielleicht sehen wir uns noch zum Frühstück.

Noch ein paar Bemerkungen zur Körperpflege:
Nach ca. 40 Tagen kommen jetzt Themen hoch, die wir bisher nach hinten geschoben haben.
Nein, Brigitte: Unseren Pos geht es Dank den 1Plus-Eincreme-Ratschlägen von Holger sehr gut.
Aber die Haare wachsen ja auch weiter. Norbert ist jetzt auf eine Frisur umgestiegen, wie sie auch gerne von Michael Petersen oder Carsten Huysmann getragen wird. Sehr, sehr, sehr kurz. Aber nur so ließ sich sein üppiges Haupthaar bändigen (und dieses kreative Meisterwerk ist nur durch einen ganz normalen Rasierer entstanden). Und was wir sehr vermissen, ist ein Nasenhaar-Trimmer.
(@Fam. Schmitz, @Jörg/ocwkl: Wir hätten auf euch hören sollen. Ihr habt ja immer gesagt, wie sinnvoll so ein Ding ist)
Auch bei unserer Körperbräune müssen wir etwas tun. Wir sehen sehr lustig aus. Von den Knöcheln bis zu den Oberschenkeln und von den Oberarmen bis zu den Händen braun. Der Rest ist weiß.
Und weil wir immer nach Westen fahren ist unsere linke Körperhälfte brauner als die rechte.
@Alle: Bitte um Tipps, was wir da tun können.

@Winnie: Ja, Sturgis wäre schon ein schönes Ziel. In der Nähe ist auch Deadwood. Aber wir fahren weiter südlich durch die Black Hills. Wir wollen uns Mount Rushmore und das Crazy Hourse Memorial anschauen. Dann fahren wir von Rapid City über Keystone und Custer durch die Berge.
Und hier gibt es auch jede Menge Sturgis-Harley-T-Shirts und hier knattern auch schon viele Harleys herum.
Leider kann man mit dem Fahrrad nicht so viele Kilometer machen, wie mit dem Auto oder dem Motorrad.

@Vivi und Peter: Norbert hat jetzt einen neuen Spitznamen. :)

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


08. Juni 2018, 17:36

Mi. 6.6. - 38. Tag: Nachtrag: Danny

Abends sind wir noch mit den Rädern zu einer Bar gefahren, die etwas abseits lag.
Moe‘s Bar and Grill. Dort haben wir uns draußen hingesetzt und bestellt. Wir kamen mit 2 Männern ins Gespräch, die nach einiger Zeit wieder in die Bar gingen. Unser Essen kam und wir haben hungrig zugelangt. Einer der beiden Männer kam kurz darauf wieder nach draußen, um eine Zigarette zu rauchen und das nette Gespräch ging weiter. Wir haben auch viel über unsere Strecke gelacht, er konnte sich nicht vorstellen, die Route (zunächst über die Black Hills) mit dem Fahrrad zu fahren und meinte auch Montana hätte so Einiges an Höhe zu bieten. Als wir dann auch los wollten, ging er kurz rein, kam sofort wieder raus, verabschiedete sich von uns und fuhr weg. Sein Name war Danny. Wir wollten zahlen, aber die Bedienung sagte uns, dass Danny das Essen schon bezahlt habe und nur noch die Getränke offen sind.
Wir waren völlig perplex und konnten das gar nicht fassen. So haben wir zumindest ein Bier mehr bezahlt, dass Danny dann bei seinem nächsten Besuch bekommen sollte.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


07. Juni 2018, 02:50

Mi. 6.6. - 38. Tag: Miefbude

Wall – New Underwood

Heute morgen haben wir uns etwas Zeit gelassen, da die Strecke für den Tag nicht allzu lang war. Da es keine andere Straße als die Interstate gab, mussten wir erneut Autobahn fahren. Überraschenderweise diesmal ohne Baustelle, Gegenwind und mit einem breitem Seitenstreifen. Der Verkehr hielt sich auch in Grenzen und wir konnten sogar in der Gegend herum gucken. Die Landschaft veränderte sich von einigermaßen flach mit Feldern in eine Landschaft mit grünen Hügeln, auf denen wieder Kühe grasten.
Die einzige Raststätte, die auf der Strecke lag haben wir nach ca. 30 Kilometern angepeilt. Lustig, wenn zwei Fahrräder neben einem Auto auf dem Parkplatz parken. Erstmalig haben wir auch gesehen, wie viele Autobrände es auf der Autobahn gab. Einigen geplatzten Reifen mussten wir auch ausweichen, in den Autoreifen sind Metallstränge, die durchaus gefährlich für unsere Fahrradreifen sind. Und wer will schon eine Panne mit dem Fahrrad auf der Autobahn haben. Apropos Panne: Bisher haben wir keine gehabt. Wir haben gerade auch noch mal ganz schnell auf Holz geklopft.

Weitere 5 Kilometer und ein sehr langgezogener Anstieg später konnten wir die Autobahn wieder verlassen. Es ist definitiv schöner auf der Nebenstraße, dafür aber auch immer hügeliger. Die Kühe auf den Wiesen schauen uns immer mit ihren großen Kuhaugen an und nach wie vor ergreifen sie meistens die Flucht.
Als wir mal wieder einen Hügel hoch gefahren sind, stand auf einmal ein Pronghorn mitten auf der Straße. Ein zweites folgte. Das sind die Momente für die sich all die Plackerei lohnt. Leider sind diese Tiere sehr schreckhaft und verschwanden auch genauso schnell wieder, wie sie aufgetaucht sind.
Nach insgesamt 55 Kilometern haben wir rechtzeitig um 12.00 Uhr New Underwood erreicht. Natürlich hatten wir Hunger und sind erst einmal in die einzige Bar gegangen, die es hier gibt. Es ist nach wie vor schwierig etwas Vernünftiges zu essen, wir landeten wieder bei Burgern.
Nach dem Essen haben die das kleine Motel aufgesucht. Unser Zimmer ist klein, dreckig und stinkt nach Zigarette (alle Klamotten bleiben in den Taschen).
Wifi haben wir nur in der Tankstelle, die dem gleichen Besitzer wie das Motel, gehört. Also müssen wir fiesen Kaffee trinken, um den Bericht und die Bilder hoch zu laden. Wir hoffen, ihr wisst das zu schätzen.
Draußen ziehen sich gerade die Wolken zusammen und eventuell haben wir gleich wieder ein Gewitter, mal schauen, wie der Weg morgen nach Rapid City wird….

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


06. Juni 2018, 05:21

Di. 5.6. - 37. Tag: Bisons

Badlands, SD nach Wall, SD: 53 km

Es waren für heute 100° F angekündigt. Das sind so ca. 35-38° C. Deshalb sind wir bereits um 4:45 Uhr aufgestanden und konnten nach einem kleinen selbstgemachten Frühstück auch schon um 5:30 Uhr von unserem Motel Badlands Inn aufbrechen. Wir sind nach Norden durch den gesamten Nationalpark gefahren.
Nach etwa 10 Kilometern hatten wir den Norbeck Pass zu bewältigen. Der Anstieg zwang uns im oberen Teil zum Abstieg. Oben angekommen wurden wir wieder mit phänomenalen Aussichten und einem tollen Hochplateau belohnt. Das grüne Gras wurde an einigen Stellen von großen runden Felsen unterbrochen. Die Straße verlief kurvig, wir kamen an einer großen Kolonie Prairie Dogs vorbei. Es war wieder schön anzusehen, wie die knuffigen Tiere uns betrachteten und dann zu den Höhlen flitzten und darin verschwanden. Ein paar mutigere Tierchen blieben auch und ließen sich durch uns nicht weiter stören.
An einer Stelle der Strecke waren die Felsen im Morgenlicht in wunderschönen rot/grün/gelben Farben zu sehen. Wir hatten so tolle Aussichten und haben wieder viele Fotos gemacht. Während einer Pause haben wir eine Gruppe eines Foto-Kurses getroffen und uns mit einem Teilnehmer länger unterhalten. Wir haben ihn später in Wall wiedergetroffen und dort noch ein paar Worte gewechselt.

Die Strecke hatte 3 Anstiege. Der letzte und schwerste war der Dillon Pass. Er hatte auf 5,1 km 170 Höhenmeter mit einer max. Steigung von 9%. Da haben wir die Räder wieder teilweise schieben müssen. Uns kamen auf einmal 3 Rennradfahrer entgegen, die den Pass herunterrasten. Auch sie haben wir in Wall wiedergesehen und uns kurz mit ihnen unterhalten.

Nach dem Dillon Pass sind wir erneut auf eine Art Hoch-Plateau gekommen. Zunächst ein bisschen verschnaufen. Dabei haben wir auf einem gegenüberliegenden Felsen mehrere Bighorns (Schafe mit großen Hörner, die hier in den Bergen leben) mit Nachwuchs entdeckt.
In der Nähe sollten nach Auskunft des Visitor Centers auch die Bisons sein. Mit dem Fernglas haben wir sie dann auch gesichtet. Die Herde war relativ nah (etwa 100 m Abstand) zur Straße.Wir sind hingefahren und haben uns ihnen vorsichtig genähert, denn auf dem Fahrrad ist man den großen Tieren ziemlich schutzlos ausgeliefert. Also keine falsche oder hektische Bewegung. Diese Giganten sind schon beeindruckend und wir freuten uns, sie einmal aus der Nähe beobachten zu können.

Wir fuhren weiter nach Wall, wo wir noch eine Zeit auf die Zimmer warten mussten. Wir guckten uns den Wall Drug (2 Straßen mit auf Western gemachten Touri-Läden) an.
Petra hat die Hitze scheinbar nicht gut vertragen und den Nachmittag mit schlimmen Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen im Bett verbracht. Norbert hat ein Medikament an der Tanke (wo sonst?) besorgt und jetzt geht es besser.
Abends gab es Gewitter. Wir hoffen, dass wir morgen auf dem Weg nach New Underwood davon verschont bleiben.


05. Juni 2018, 04:55

Mo. 4.6. - 36. Tag Badlands 2

Den Tag haben wir heute in den Badlands verbracht. Den Cedar Pass sind wir noch einmal hochgefahren, da Norbert seine Jacke verloren hat, oder sie wurde im Park vom Fahrrad geklaut. Genau lässt sich das nicht klären. Jedenfalls gingen wir heute auf die Suche. Statt Jacke, haben wir eine Menge schöner Aussichten gefunden und haben durch den Cedar Pass unsere Kondition weiter verbessert.
Wir sind auch schon einmal ein Stück in die Richtung in die wir morgen aufbrechen wollen gefahren. Dort haben wir einige Pronghorns entdeckt. Das sind Tiere, die sehr viel Ähnlichkeit mit Antilopen haben, aber nicht mit ihnen verwandt sind. Sie können über 3-4 Minuten sehr schnell rennen, etwa 100 km/h. Pronghorns sind sehr aufmerksam und beobachten ihre Umgebung sehr genau. Bei dem geringsten Anzeichen von Gefahr, fliehen sie.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


05. Juni 2018, 04:54

So. 3.6. - 35. Tag Die Badlands !

Von Kadoka zu den Badlands: 62 km

Nach dem Aufstehen galt unser erster Blick dem Wind. Und …, es war fast windstill und ein wolkenloser Himmel über South Dakota!
Das versprach ein sehr schöner Radeltag zu werden. Eben noch schnell gepackt und gefrühstückt und ging die Reise los. Zunächst sind wir ca. 32 km auf der SD-248 parallel zur Interstate I-90 gefahren. Es ging zwar auf und ab, war aber nach dem Ruhetag kein Problem für uns. Die Landschaft änderte sich auch leicht. Die wellenartige Graslandschaft der Prärie wurde hin und wieder durch Felsformationen unterbrochen. Dies war ein kleiner Vorgeschmack auf die Badlands.
Wir haben unterwegs auch eine Kolonie von Prärie-Dogs gesehen. Sobald uns die kleinen Nager bemerkt hatten, ging ein Pfeiffen durch die Luft, mit dem die anderen Bewohner der Kolonie gewarnt wurden.
Nach den 32 km bogen wir links auf die SD-240 ab, die dann auch später in den Badlands Nationalpark führte. Zuerst haben wir eine kleine Pause in der westernmäßig aufgemachten Trading Post gemacht. Da wir die New York-Seattle-Shirts trugen wurden wir natürlich wieder angesprochen. Zunächst von einer älteren Frau, die uns von ihrer Coast-to-Coast-Tour erzählte. Und dann trafen wir Howard Goldstein. Auch Howie berichtete von seinen Touren und fragte uns nach unserer Route und unseren bisherigen Erlebnissen. Er sagte dann, dass er in Seattle wohne und wollte im Juli, wenn wir in Seattle ankommen, unbedingt unsere Erlebnisse bei einem Abendessen erzählt bekommen. Wir tauschten unsere Karten aus und hoffen, dass das Treffen klappt.
Dann ging es weiter in Richtung Badlands, wo wir nach ein paar Kilometern am North-East-Entrance des Nationalparks eintrafen. Der Eingang bestand aus einem Zahlhäuschen mit Ranger und einer kleinen Autoschlange davor, in die wir uns mit unseren Fahrrädern einreihten.
Nachdem wir uns die Preise haben erklären lassen, haben wir den Jahrespass für alle US-Nationalparks gekauft. Da unser Motel in den Badlands kurz außerhalb des Parks liegt, können wir so ohne jedes mal bezahlen zu müssen einfahren. Der Pass gilt dann auch noch für den Yellowstone Nationalpark, den wir ja auch noch besuchen wollen.
Nachdem das abgehandelt war, ging es weiter in den Park und nach einigen Kilometern kam der erste View Point. Der Ausblick war unbeschreiblich. Es lag eine schroffe Felslandschaft, eingefärbt in allen möglichen Brauntönen, vor uns. Die Fotos können das gar nicht so wiedergeben.
In den Badlands wurden auch einige Filme gedreht, u.a. „Star Wars“ und „Der mit dem Wolf tanzt“.

Da niemand mit Fahrrädern in die Badlands kommt, wurden wir auch hier natürlich wieder angesprochen. Ein älterer japanischer Tourist konnte sich kaum noch beruhigen, als er hörte, dass wir in New York zu unserer Reise aufgebrochen sind. Er hat es dann gleich allen, die ihm entgegen kamen, erzählt. Ob sie ihn immer verstanden haben, war uns nicht ganz klar.
Nachdem wir noch an zwei weiteren View Points Station gemacht haben, kam der Cedar Pass, den wir zum Glück nur runter fahren mussten (der Anstieg war nicht nennenswert). Zwischendurch sind wir hin und wieder stehengeblieben und haben die Aussicht genossen und Fotos gemacht (unser Vorteil mit dem Fahrrad!). Wir konnten bis in die Ebene runter sehen, in der das Visitor Center, die Cedar Pass Lodge (war leider schon im März ausgebucht), der South-East-Entrance und unser Motel (Badlands Inn) lag. In der Cedar Pass Lodge haben wir etwas gegessen und sind dann zu unserem Motel gefahren und haben eingecheckt. Nach kurzem Ausruhen sind wir in den 67 Einwohner-Ort Interior gefahren und haben etwas eingekauft.

In der Ebene ist eine Graslandschaft in der 60 verschiedene Gräser wachsen. Die Badlands sind ein sehr trockener Ort, es herrscht Wassermangel. Das Wasser, welches es hier gibt ist durch die Sedimente für Menschen ungenießbar und die Tiere haben sich angepasst. Sie beziehen einen Großteil des Wasser, welches sie benötigen, über ihr Futter.

Abends waren wir erneut in der Cedar Pass Lodge essen und haben uns dann nach dem Sonnenuntergang einen Infoabend der Ranger zu den Badlands angehört.

Die Badlands sind schon ein faszinierender Ort!

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


05. Juni 2018, 04:53

Sa. 2.6. - 34. Tag Ruhetag in Kadoka

Heute haben wir etwas länger geschlafen, ausstehende Berichte geschrieben, waren einkaufen und haben versucht, unsere Muskulatur ein wenig zu entspannen.
Der Wind ist so heftig draußen, dass es relativ kalt (24 °C) im Verhältnis zu den letzten Tagen ist und eine Frau im Supermarkt sagte, es wären Windgeschwindigkeiten von bis zu 50miles/ph. Das wäre unser Gegenwind gewesen. Also haben wir gestern die richtige Entscheidung getroffen.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


03. Juni 2018, 02:26

Fr. 1.6., 33. Tag: Entering Mountain Time Zone

White River - Kadoka

Im Zelt schläft man nicht ganz so tief und fest, aber uns ist es gelungen alle Mücken auszusperren, so dass wir in dieser Hinsicht eine ruhige Nacht hatten.
Am frühen Morgen wurde es kühler und und für 2-3 Stunden hatten wir es angenehm, bis uns die Vögel zum Aufstehen drängten. Katzenwäsche unter der Kaltwasserhandpumpe, Zeltabbau und los.
Emily ist schon um 3.30 Uhr los um Vögel zu beobachten und zu zählen (dies macht sie für eine Non-Profit-Organisation).
„Birding“ ist in South Dakota ein sehr weit verbreitetes Hobby und an vielen Häusern hängt nicht ein Vogelhaus, sondern mindestens zehn.

Wir haben es nicht geschafft mit all unserem Plunder vor 7.15 Uhr an der örtlichen Tankstelle zu sein, um unser Frühstück (Kaffee und belegter Keks mit komischer Wurst) im Stehen einzunehmen.
Wir sind immer wieder erstaunt, wie viel an so einer kleinen Tankstelle morgens los ist. Wir glauben, dass die gesamte Bevölkerung rundherum sich zumindest dort einen Kaffee holt (und denken jedesmal: Haben die Leute zu Hause keine Kaffeemaschine?). Aber die Tankstelle scheint auch ein Ort der Kommunikation zu sein. Wir haben jedenfalls fast eine Stunde dort verbracht, um super-netten, interessierten Menschen höflich Auskunft über unsere Pläne zu geben.
Wir wurden auch wider gewarnt, dass ab Nachmittag heftiger Wind und evtl. Gewitter aufkommt.
Dann ging es aber los. Die Strecke war, wie die letzten Tage auch, sehr schön. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie weit man sehen kann. Sehr entspannend. Die meiste Zeit hatten wir guten Wind und in Murdo (unserem Zielpunkt für heute) waren wir schon um kurz nach 11 Uhr.
Da ja der Wind günstig war und für Samstag stürmischer Wind aus Westen angesagt war („Headwind“!!!), haben wir uns kurzfristig entschlossen, eine Etappe weiter bis nach Kadoka zu fahren. Das bedeutete über 70 Kilometer mehr.
Das gebuchte Hotel in Murdo haben wir auf dem Weg storniert und sind kurz entschlossen auf die Interstate 90 gefahren, um die meist hügeligere Nebenstraße zu umgehen. In South Dakota ist das Fahren auf der Autobahn erlaubt, aber nicht wirklich schön. 5 Kilometer waren super, Rückenwind, und es ging fast wie von selbst. Leider drehte der Wind dann, er kam jetzt seitlich und in einer Stärke, dass er uns fast vom Rad geholt hätte (angesagt waren Windgeschwindigkeiten zwischen 50 und 70 km/h). Wir waren stark mit Gegenlenken beschäftigt - was einen ziemlich verkrampft - und haben den landschaftlichen Teil der Strecke verpasst. Dafür aber einige große, tote Schlangen auf dem Asphalt entdeckt. Diese Phase hielt sich für ca. 40 Kilometer, die ursprüngliche Zeitplanung war eh im Eimer, aber eine Stunde haben wir wieder rein geholt, indem wir einfach die Zeitzone gewechselt haben (jetzt Mountain-Time, -8 Stunden).
Der Wind drehte wieder leicht, es wurde etwas besser, dafür kam jetzt auf der Autobahn eine Baustelle; für sage und schreibe 20 Kilometer! Die zwei Fahrspuren wurden auf eine reduziert und der noch ganz komfortable Seitenstreifen verwandelte sich in einen gerade noch mit dem Fahrrad zu befahrenden schmalen Steg, an dem im Abstand von ca. 70cm die Trucks, Autos und Wohnmobile vorbeirauschten. Kopf nach unten, stur geradeaus fahren, dem Sog der vorbei fahrenden Autos entgegenstemmen und nicht von Fahrrad fallen.. Aber auf die Pfeiler achten, die im regelmäßigen Abstand von etwa 150 Metern unseren Weg weiter beeinträchtigten.
Die letzten 5 Kilometer auf der Interstate konnten wir auf die alte Fahrbahn wechseln, die wir für uns ganz alleine hatten. Aber von Entspannung keine Rede. Das Wasser war alle, wir auch und jetzt hatten wir „volle Lotte“ Gegenwind. An der Ausfahrt war ein Laden, da stärkten wir uns, um dann die letzten 5 Kilometer zum Motel zu kriechen. Wir haben auch ein Zimmer in der „Stadt“ Kadoka (knapp 700 Einwohner) bekommen und durch die lange Strecke von über 110 Kilometern, haben wir morgen einen verdienten Pause-Tag!
Mittlerweile verstehen wir sehr gut, warum so viele Leute gesagt haben „South Dakota is a very windy State“.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


03. Juni 2018, 02:25

Do. 31.5., 32. Tag: Cowboy-Land

Platte, SD - White River, SD: 95 km

Ja, wir hatten „tailwind“. Unsere Route ging Nord-westlich und wir hatten Süd-Ost-Wind. Passt genau!
Wir sind erst um 8 Uhr wegen des guten Frühstücks im Holidays Inn in Winner losgefahren.

Und wir sind mitten durch die Prärie in das Cowboy-Land gefahren. Die Wiesen sind so grün und das Gras ist so hoch, dass zum Teil nur die Köpfe von Kälbern die auf den Weiden sind, zu sehen sind. Es gibt sehr, sehr viele Rinder hier, aber durch die großen Flächen sieht es so aus, als ob nur einige wenige auf den Weiden stehen.
Am Straßenrand schrecken wir Vögel auf, denen vorbeifahrende Autos nichts ausmachen, die aber eine irre Angst vor Radfahrern zu haben scheinen.
Die endlose Weite und die Einsamkeit der Gegend zeigt sich auch an nicht mehr vorhandenen Stromleitungen an der Straße, sowie Cowboy-Hüten tragende Männer und Rodeo-Bilder an der Wand, bei unserer Mittagspause in Carlas Last Call in Wood, SD.

Auch bei der Streckenführung sieht man, dass wir im Westen angekommen sind. Wir sind 88 km die SD-44, mit 2-mal rechts abbiegen und einmal links abbiegen, gefahren. Am Ende noch 2 km auf der US-83 und schon waren wir da. Einfacher geht es nicht.

Leider war das Motel in White River schon ausgebucht. Da sind wir dann noch zum Campground geradelt. Der Campground bestand aus einer Wiese mit Bäumen, einer Trinkwasserstelle und einem Plumps-Klo, kostete dafür aber auch nichts. Dort haben wir beim Zeltaufbau Emily aus Missoula, MT kennengelernt, die in den Semesterferien Vögel in SD beobachtet und dabei in ihrem Auto lebt (übrigens außer uns die Einzige auf dem Campground). Da sie in SD schon ziemlich herumgekommen ist, haben wir sie auch gefragt, wie wir am besten von den Badlands nach Rapid City kommen. Dies ist nämlich ein einziger 120 km langer Anstieg, wobei an dem Tag, an dem wir die Strecke fahren wollen, auch noch Gegenwind angesagt ist. Auf der Strecke gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten. Aber auf das Thema kommen wir in den nächsten Tagen wohl noch mehrmals zu sprechen.

Emily hat dazu dann auch gleich in ihrer „Commuity“gefragt und Rat bei ihren Bekannten eingeholt. Und falls wir in Missoula etwas benötigen, könnte sie dazu sicher einiges organisieren.

Dann waren wir erst einmal einkaufen.

Wir gingen um 6:30 Uhr in ein kleines, einfaches Restaurant und haben auch Emily dazu eingeladen.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


31. Mai 2018, 03:00

Mi. 30.5., 31. Tag: Über den Missouri weiter nach Westen

Platte, SD nach Winner, SD: 86 km

Die Routenplanung für den Tag war einfach. Immer die SD-44 geradeaus. Und das konnte man wörtlich nehmen. Von den 86 km waren 50 km wirklich geradeaus. Wir konnten vom gerade erreichten Hügel die kerzengerade Straße am Horizont dann im Westen verschwinden sehen.
Und es war Gegenwind und Sonne angesagt.
Also sind wir um 6 Uhr Morgens ohne Frühstück losgefahren, da Wind und Temperaturen dann meistens noch ok sind. Auf den ersten 20 km bis zum Missouri kamen wir auch gut voran. Um den Fluss herum gab es auf der Ost-Seite schon ein paar kleine Anstiege. Aber der Blick auf den Missouri in der Morgensonne war atemberaubend. Er ist viel breiter als der Rhein. Nach ein paar Fotos sind wir dann weitergefahren, denn auf der Westseite wartete schon der Anstieg auf uns, den wir gestern bereits mit Jerry aus dem Auto heraus gesehen haben. Und es war echt der Hammer! Dem Anstieg mit max. 9% Steigung schloss sich eine 18 km lange Strecke mit bis zu 16%-Rampen an. Zudem frischte der Wind auf! Und es war "Headwind"!
Nachdem wir also auf den ersten 40 km an dem Tag bereits unsere Körner verschossen hatten, schloss sich der schnurgerade Teil durch eine mäßig hügelige Landschaft an. Wir mussten uns dann noch ca. 45 km durch den Gegenwind kämpfen, was echt hart war. Gegen 14:45 sind wir dann in Winner angekommen und haben zunächst gegessen und ein Hotel gesucht. Abends ging es dann in ein mexikanisches Restaurant.

Morgen geht es 88 km von Winner nach White River. Da haben wir aber nach Vorhersage „Tailwind“. Das wäre schön!

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren

<< Zurück Seite 6 von 10